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FINALE PLATZIERUNGEN:
Brignone setzte sich am Sonntag (15.02.2026) auf der Tofane in Cortina mit der besten Zeit nach zwei Läufen durch und holte ihren zweiten Olympiasieg bei den Winterspielen in ihrer Heimat.

Die 34-Jährige ließ in den oberen Bereichen zwar etwas Zeit liegen, drückte aber im unteren Streckenteil voll aufs Tempo. Im Schlusssektor fuhr Dürr sogar die beste Zeit.
Halbzeit-Ergebnisse nach 1. Lauf:
Dürrs Reaktion nach 1. Lauf: Es sei “wieder die Leichtigkeit im Schwung, so wie es sich für mich anfühlen muss”, freute sich Dürr. “Ich wusste ganz genau, was ich tun muss. Umso schöner, wenn es dann im Lauf gelingt”.

Lena Dürr hatte zur Halbzeit völlig überraschend auf Rang zwei gelegen, zwei grobe Schnitzer im Finale kosteten sie aber die mögliche Medaille – es wäre eine Olympia-Sensation gewesen. So wurde sie Neunte (+0,81 Sekunden).
Was passierte?
“Hach, unglaublich, kurz vor dem Ziel, da habe ich richtig gemerkt, wie ich den Ski abgestochen habe”, sagte Dürr mit leicht bebender Stimme, “das hat sicher viel Zeit gekostet”.
“Abschnittsweise war ich wieder gut, und dann unten kurz vorm Ziel habe ich richtig gemerkt, wie ich den Ski abgestochen habe und da bin ich fast gestanden”, ärgerte sich Dürr nach dem Rennen.
Technische Analyse: Auch Dürr baute im oberen Teil einen schweren Fehler und verlor ihren gesamten Vorsprung. Sie kämpfte sich aber zurück, lag vor dem Zielsprung in Führung und patzte dort erneut. Die Medaille war damit futsch.
Nur 19 Hundertstel fehlten: Für Lena Dürr gab es derweil ein bitteres Déjà-vu anstelle eines Happy Ends. Bereits vor vier Jahren in Peking lag sie auf Medaillenkurs. Damals führte Dürr im Slalom nach dem ersten Lauf, ehe sie durch einen Patzer das Podium als Vierte um sieben Hundertstel verpasste.
Noch am vergangenen Samstag hatte Brignone offenbart, dass sie nach ihren Verletzungen im letzten Jahr geglaubt hatte, dass sie danach „nie wieder richtig laufen könne”.
Die schwere Verletzung: “Es waren nicht nur ein Schienbein, Wadenbein und ein mehrfragmentärer Tibiaplateaufrakturbruch, sondern auch eine komplette Kniegelenksluxation, beide Bänder waren betroffen, die Menisken, einfach alles”, sagte Brignone bei einer Sponsorenveranstaltung am 14. Februar.
Comeback in Rekordzeit: Keine elf Monate später steht Brignone wieder auf den Skiern und ist erfolgreicher denn je zuvor. Es ist eine der größten Geschichten dieser Spiele und ein Märchen, das mit Doppelgold für Gastgeber Italien endet.
Silber ging an die Schwedin Sara Hector (+0,62) und an die Norwegerin Thea Louise Stjernesund (+0,62). Beide erzielten exakt die gleiche Zeit und erhielten auf dem geteilten zweiten Platz jeweils die Silbermedaille.
Seltenes Phänomen: Es ist nach 1964 und 1992 das dritte Mal, dass zwei Athletinnen im Olympia-Riesenslalom zeitgleich Zweite werden.
Emotionale Reaktion: Nach dem packenden Rennen fielen sich die drei Medaillengewinnerinnen in die Arme. Hector und Stjernesund verbeugten sich anschließend vor der Goldgewinnerin Brignone.
Die zweite deutsche Starterin und zweimalige Silbermedaillengewinnerin von Milano Cortina 2026, Emma Aicher, blieb nicht ganz in der Linie. Auch im zweiten Lauf wollte es ihr nicht fehlerfrei gelingen und erzielte Rang 19 (+1,63).
Aichers Einschätzung: “Es war drehender, als ich gedacht habe. Ich hätte ein bisschen mehr Richtung gebraucht. Ich glaube, ich kann es besser, aber das Ergebnis ist okay, solide”, befand Aicher im Eurosport-Interview .
Top 10 Endergebnis:
Enttäuschung für Mikaela Shiffrin: Enttäuschend lief es auch für Superstar Mikaela Shiffrin. Der Angriff der Rekordweltcupsiegerin blieb aus, mehr noch: Shiffrin verlor mit der elften Laufzeit weiter an Boden, fiel im Finale von Rang sechs auf elf zurückt.
Zwar waren die Bedingungen bei Sonnenschein und Temperaturen von etwa minus fünf Grad Celsius hervorragend, allerdings gelang es zunächst keiner Läuferin, den von Alice Robinsons Trainer Nils Coberger gesteckten Kurs ohne Fehler zu absolvieren.
Schwierige Passagen: Vor allem die sogenannten blinden Tore hinter den Wellen und der Zielsprung erwiesen sich als Fehlerquelle newsx.
Unterschied zwischen Läufen: Tatsächlich war die von US-Coach Karin Harjo gesteckte Strecke weniger direkt, die Laufzeiten lagen teils mehr als sieben Sekunden über denen des ersten Durchgangs.
Ski Alpin Medaillen bisher:
Weitere Ski-Alpin-Chancen:
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Milano-Cortina bieten insgesamt 10 Ski-Alpin-Entscheidungen.
Bisherige Ergebnisse Frauen:
Noch ausstehend:
“Als ich über die Ziellinie fuhr, da die Eins stand und die anderen schrien, da habe ich mir gedacht: ‘Was passiert hier?’ Einfach nur verrückt”, so die frischgebackene Doppel-Olympiasiegerin von Cortina d’Ampezzo.
“Es wäre komisch, wenn ich mich jetzt nicht ärgern würde”, räumte Dürr im Gespräch mit Eurosport ein. “Da tut es jetzt natürlich erstmal weh, aber mit ein bisschen Abstand kann ich sicher viel Gutes daraus ziehen”.
“Schade!” Aicher kann sich im Riesenslalom-Finale nicht verbessern. “Die Silbermedaillengewinnerin der Olympia-Abfahrt legt ihren Fokus nun auf dem Slalom (18. Februar ab 10:00 Uhr live im Stream bei HBO Max)”.
TV-Übertragung:
Mehr Sportereignisse 2026:
Am 18. Februar 2026 findet der Slalom der Frauen statt – Lena Dürrs beste Disziplin. Hier hat die Deutsche deutlich bessere Medaillenchancen als im Riesenslalom.
Slalom-Startliste Top-Favoritinnen:
Zeitplan Slalom Frauen:
Federica Brignone schreibt mit ihrem zweiten Olympiagold nach einer schweren Verletzung eine der schönsten Geschichten der Winterspiele 2026. Die 35-jährige Italienerin dominierte beide Läufe und verwies Sara Hector und Thea Louise Stjernesund (beide zeitgleich) auf die Silberränge.
Für Lena Dürr endete der Traum von der Sensationsmedaille tragisch. Nach Platz 2 zur Halbzeit kosteten zwei Fehler im Finale die greifbare Medaille – nur 19 Hundertstel fehlten zu Silber.
Die Hoffnung lebt: Im Slalom am 18. Februar hat Dürr in ihrer Paradedisziplin eine neue Chance auf Edelmetall!